Comparative Guts

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Comparative
Guts

Anatomische Malerei aus Indien Die farbig gestaltete Seite aus einem Manuskript ist über und über mit Schriftzeichen in Sanskrit und Gujarati bedeckt. Die Schriftzeichen umfließen die Zeichnung eines Menschen. Innerhalb seines Körpers treten dünne rote Linien hervor. Die Darstellung des Menschen steht im Zentrum des Blattes. Seine Umrisse sind in dünnen schwarzen Linien ausgeführt. Der Oberkörper ist aufgerichtet. Die Füße sind etwas mehr als hüftbreit auseinandergestellt und die Knie im 90°-Winkel gebeugt. Die Hände sind auf den Oberschenkeln abgestützt. Die Ellenbogen weisen nach außen. Im runden Gesicht treten die Augenbrauen als kräftige schwarze Bögen hervor. Zwischen ihnen ist in Rot eine Blüte gezeichnet. Sie steht für ein Chakra. Schriftzeichen führen von dort über den Nasenrücken bis zur Nasenspitze. Diese weist wie ein Pfeil auf den kleinen Mund. Von den mandelförmigen Augen mit den schwarzen Pupillen ziehen sich mehrere rote Linien zu den Wangen, wo sie sich mit anderen roten Linien vereinigen. Anstelle von Haaren verlaufen Schriftzeichen in zwei Reihen über den Kopf. Schwächer und stärker geschriebene Schriftzeichen erscheinen auch an anderen Stellen des Körpers, beispielsweise im Schulterbereich, um die Verdauungsorgane herum und an den Füßen. Sie markieren unter anderem das System der sechs Chakren. Kinnabwärts führt die Speiseröhre in den als ein vertikales Oval dargestellten Magen. Magen und Speiseröhre sind in Ockergelb gezeichnet. Der mit einer dicken grauen Linie umrandete Darm schlingt sich zum After. Über den gesamten Körper verlaufen dünne rote Linien, die sich verzweigen und verästeln. Unterhalb der Zeichnung des menschlichen Körpers sind mehrere mythische Tiere in einem Kreis dargestellt, zum Beispiel eine Schildkröte und eine Schlange. Diese Handschrift aus Westindien lässt sich zeitlich nicht endgültig einordnen. Für seine Anfertigung wird die Zeit zwischen dem 18. Jahrhundert und 1900 vermutet. — — Anatomical Painting from India The colorful page from a manuscript is covered all over with characters in Sanskrit and Gujarati. The characters flow around the drawing of a human being. Within the body, thin red lines emerge. The depiction of the human being is in the centre of the page. The outline is executed in thin black lines. The upper body is erect. The feet are slightly more than hip-width apart and the knees are bent at a 90-degree angle. The hands are supported on the thighs. The elbows point outwards. In the round face, the eyebrows stand out as strong black arches. Between the eyebrows, a flower is drawn in red. It represents a chakra. There are characters that lead from the flower, along the nose bridge, to the tip of the nose, which resemble an arrow pointing toward a small mouth. Several red lines extend from the eyes across the cheeks, where they merge with other red lines. The eyes are almond-shaped with black pupils. Instead of hair, characters run in two rows across the head. Fainter and stronger written characters also appear elsewhere on the body, for example in the shoulder area, around the digestive organs and on the feet. Among other things, they mark the system of the six chakras. Down the chin, the oesophagus leads into the stomach, which is depicted as a vertical oval. The stomach and oesophagus are drawn in ochre yellow. The intestine, outlined with a thick grey line, loops towards the anus. Thin red lines run across the entire body which branch out and spread. Below the drawing of the human body, several mythical animals are depicted in a circle, for example, a turtle and a snake. This manuscript from West India cannot be definitively dated. It is assumed to have been made between the 18th century and 1900.
Die geometrische Darstellung des Stomachion-Diagramms — Das quadratische Blatt ist in geometrische Figuren, meist Dreiecke, unterteilt. Das Blatt ist mit einem 12x12 Gitternetz versehen, das mit feinen schwarzen gestrichelten Linien ausgeführt ist. Das Gitternetz besteht also aus 144 Quadraten. Vor diesen Hintergrund bilden durchgehende, breitere und schwarze Linien die geometrischen Figuren. Vier Linien durchschneiden die gesamte Fläche des quadratischen Blatts. Eine vertikale Senkrechte halbiert es in zwei Rechtecke. Diese wiederum werden durch Diagonalen in je zwei rechtwinklige Dreiecke geteilt. Im Rechteck links verläuft die Diagonale von links unten nach rechts oben, im Rechteck rechts von rechts unten nach links oben. Eine weitere Linie verläuft diagonal von links oben nach rechts unten über das quadratische Blatt. Sie schneidet die Diagonale im linken Rechteck und die vertikale Senkrechte. Außerdem teilt sie das Quadrat in zwei gleichschenklige Dreiecke. Die rechten Winkel dieser Dreiecke befinden sich links unten und rechts oben. Kürzere Linien unterteilen die so entstandenen Dreiecke in weitere unregelmäßige Dreiecke, zwei unregelmäßige Vierecke und ein unregelmäßiges Fünfeck. Sowohl in den beiden Rechtecken als auch in den beiden gleichschenkligen Dreiecken befinden sich sieben geometrische Figuren. —— The geometric representation of the Stomachion diagram — The square sheet is divided into geometric figures, mostly triangles. The sheet has a 12x12 grid with fine black dotted lines. The grid thus consists of 144 squares. Overlaid on this grid background, there are continuous, broader, and black lines that form the geometric figures. Four lines cut through the entire surface of the square sheet. A vertical perpendicular line divides it into two rectangles. These, in turn, are divided by diagonal lines into two right-angled triangles each. In the rectangle on the left, the diagonal runs from the bottom left to the top right. In the rectangle on the right, the diagonal runs from the bottom right to the top left. Across the entire square sheet, another line runs diagonally from the top left to the bottom right. It intersects the diagonal in the left rectangle and the vertical perpendicular. It also divides the entire square sheet into two isosceles triangles. The right angles of these triangles are at the bottom left and top right. Shorter lines divide the triangles, thus creating further irregular triangles, two irregular squares, and an irregular pentagon. There are seven geometric figures in both of the two rectangles and the two isosceles triangles.  
Anatomie des Darms, Vordere Ansicht — Das hochformatige Bild ist eine farbige Reproduktion aus dem 20. Farbige Reproduktion eines Gemäldes aus dem 17. Jahrhundert. In der Mitte eine aufrecht stehende Figur in der Vorderansicht abgebildet. Im linken Bildviertel ist ein Schädel dargestellt, und im rechten Bildviertel eine Rückenansicht der Figur. Teilweise sind Körperteile und innere Organe mit schwarzen Schriftzeichen versehen. Die Gestalt hat die Arme zu den Seiten ausgebreitet. Die Handflächen weisen nach vorne. Ihre Füße stehen nah beieinander, wobei die Zehen nach außen gerichtet sind. Einzelne Bestandteile des Skeletts sind detailliert dargestellt, wie zum Beispiel Fingerknochen und Fingergelenke oder der Aufbau des Kniegelenks. Flächen zwischen den Knochen und der Haut, die Fleisch und Muskeln darstellen, sind unterschiedlich farbig schraffiert. An den Armen hellbraun, um den Körper gelb und an den Beinen grün-blau. Zahnfleisch, Augenhöhlen und die Räume zwischen den Rippen leuchten in einem kräftigen Rot. In den Augenhöhlen markieren gelbe Kreise die Augen. Im leicht geöffneten breiten Mund sind die kompletten Zahnreihen sichtbar. Durch den Hals verläuft eine Röhre abwärts, die in ein auf der Spitze stehendes bräunliches Quadrat, den Magen, mündet. Um den Magen gruppieren sich weitere Organe. Auf der linken Seite des Magens befindet eine cremefarbene, tropfenförmige Form, die die Gallenblase darstellt. Rechts vom Magen befindet sich eine längliche, bauchige Form in einem ähnlichen Braunton wie der Magen, die die Milz darstellt. Unterhalb des Magens ist ein quer verlaufendes Band in Rottönen abgebildet. Es steht für den Dünndarm. Im Unterleib verläuft die Harnblase in horizontalen Wellen der Dickdarm. Die Wellen sind in Blau dargestellt. Zwei einander zugewandte Trapeze zu beiden Seiten des aufrechten bräunlichen Quadrats des Magens stellen den aufsteigenden (in leuchtend roten Wirbeln) und den absteigenden (in leuchtend gelben Wirbeln) Teil des Dickdarms dar. Die aufsteigende rote Seite ist als "Blutdarm" bekannt und steht für die Qualität des Blutes, während die gelbe Seite als "Sinbu-Darm" für die Mikroorganismen (auf Tibetisch "Sinbu" genannt) bekannt ist, die sie nährt, um Zugang zur Nahrung zu erhalten. Die obere Bildhälfte ist mit einem schwach gezeichneten Raster aus kleinen Quadraten hinterlegt. Der Schädel im unteren linken Bildviertel stellt eine Vergrößerung dar. Er entspricht im Wesentlichen dem Schädel der Gestalt. Im Unterschied zu ihm sind ausgeformte Ohrmuscheln gezeichnet. Die einzelnen Zähne sind beschriftet. Weitere Schriftzeichen verlaufen von Ohrmuschel zu Ohrmuschel entlang des Unterkiefers. Die Gestalt in Rückenansicht im rechten Bildviertel steht aufrecht mit erhobenen Armen. Ihren Hinterkopf bedecken kurze schwarze Haare. Die Körperfläche ist in Gelb gestaltet. Die Wirbelsäule mit den einzelnen Wirbeln tritt in Weiß hervor. Das Bild ist von einem strahlenden roten Band vollständig umrahmt. Eine Reihe von 14 Abbildungen von sitzenden Buddhas, Bodhisattvas und Meistern der tibetischen medizinischen Überlieferungslinie verläuft am oberen Rand des Bildes, wie bei tibetischen Gebetsfahnen. Entlang des unteren Bildrandes ziehen sich drei Schriftzeilen. Diese medizinische Darstellung kann als Teil einer ikonografischen Maltradition verstanden werden, die in buddhistischen Kulturen ihren Ursprung hat. —— Anatomy of the Gut, Anterior View — The portrait format image is a 20th-century coloured reproduction of a 17th-century painting. In the centre, an upright figure is depicted in an anterior view. The left quarter of the picture shows a skull, and the right quarter shows a posterior view of the figure. Parts of the body and internal organs are marked with black letters. The figure’s arms spread out to the sides. The palms of the hands point forward. The figure’s feet are close together with the toes pointing outwards. Individual components of the skeleton are depicted in detail, such as the finger’s bones and joints or the structure of the knee joint. Areas between the bones and the skin, representing flesh and muscles, are hatched in different colours. Light brown on the arms, yellow around the body and green-blue on the legs. Certain areas stand out in a strong red, such as the gums, eye sockets, and the spaces between the ribs. Yellow circles mark the eyes embedded within the sockets. In the slightly open and wide mouth, complete rows of teeth are visible. A tube runs down through the neck, ending in a brownish square standing on top, the stomach. Other organs are grouped around the stomach. To the left of the stomach is a cream-coloured tear-dropped shape gall bladder. To the right of the stomach is a bulbous oblong shape, in a similar shade of brown to the stomach, the spleen. Below the stomach, a transverse band is depicted in shades of red. It represents the small intestine. In the lower abdomen, the urinary bladder runs in horizontal waves. The waves are depicted in blue. Two bi-facing trapezoids on either side of the upright brownish square of the stomach represent the ascending (in bright red swirls) and descending (in bright yellow swirls) parts of the large intestine. The ascending red side is known as the 'blood colon' related to nourishing blood quality and the yellow side is known as the 'sinbu colon' for the microorganisms (known as 'sinbu' in Tibetan) that it nourishes to access nutrition. The upper half of the picture has a faintly drawn grid of small squares. The skull in the lower left quarter of the picture represents an enlargement. Essentially, it corresponds to the skull of the figure. In contrast to it, shaped auricles are drawn. The individual teeth are labelled. Further characters run from auricle to auricle along the lower jaw. The figure in the posterior view in the right quarter of the image stands upright with raised arms. Short black hair covers the back of the head. The body is painted in yellow. The spine with individual vertebrae stands out in white. The picture is completely framed by a radiant red band. A row of 14 images of seated Buddha, bodhisattva, and Tibetan medical lineage masters runs along the upper edge of the picture, as in Tibetan prayer flags. Three lines of script run along the lower edge of the picture. This medical representation can be understood as part of an iconographic painting tradition that originated in Buddhist cultures.
Umriss des Herzen Die Doppelseite des Nachdrucks der „Drei Reiche“ aus dem frühen 17. Jahrhundert zeigt neben Schriftzeichen eine einfache Illustration des Herzens. Auf dem linken Teil der Doppelseite ist mittig die Herzzeichnung platziert. Sie wird in der oberen Hälfte des Blattes von Textblöcken mit senkrecht verlaufenden Reihen von Schriftzeichen flankiert. Vom Herzen aus ragt eine Röhre gerade nach oben. Daraus führt ein Schlauch auf der linken Seite bogenförmig nach unten. Von ihrer rechten Seite gehen drei Schläuche ab, einer in einem Bogen nach oben, die anderen beiden nach unten. Alle nach unten führenden Schläuche enden etwa auf einer Linie mit der Spitze des Herzens. Die Schläuche sind an ihren Enden jeweils mit zwei Schriftzeichen versehen, das Herz an seiner Spitze mit sieben, die in zwei Zeilen erscheinen. Die Röhre weist links und rechts, im oberen Drittel, je ein Zeichen auf. Der rechte Teil der Doppelseite ist nahezu komplett mit Schriftzeichen gefüllt. Sie verlaufen senkrecht in neun Zeilen. Der Seitenrand oben ist etwa drei Finger breit, doppelt so breit wie der untere. Darstellung und Text sind von einer schwarzen Linie eingerahmt, die sich links und rechts mit den Seitenrändern deckt. Die Doppelseite ist am Falz und an den Außenkanten etwas vergilbt. — — Diagram of the Heart This double-page spread of a reprint of the "Three Realms" from the early 17th century shows a simple illustration of a heart next to characters. On the left part of the double page, the heart drawing is placed in the centre. It is flanked in the upper half of the page by blocks of text with rows of characters running vertically. From the heart, a pipe extends straight up. There are four tube-like connectors that branch off from the pipe. On the left side, a tube arcs downwards and from its right side, three tubes branch off. One in an upward arc, the other two downward. All the tubes arcing downwards end approximately in line with the point of the heart. The tubes each have two characters at their ends, the heart has seven at its tip, which appear in two lines. The pipe has one character each on the left and right, in the upper third. The right part of the double page is almost completely filled with characters. They run vertically in nine lines. The page margin at the top is about three fingers wide and twice as wide as the bottom. The illustration and text are framed by a black line that coincides with the page margins on the left and right. The double-page spread is somewhat yellowed at the fold and outer edges.
Gestrickte Organe basierend auf einer Darstellung tibetischer Medizin aus dem Kloster Atsagat, Republik Burjatien, Russland aus dem frühen 20. Jahrhundert — Auf schwarzem Grund sind gestrickte Objekte angeordnet, die als Organe und Eingeweide erkennbar sind. Jede anatomische Struktur ist in einer anderen Farbe gehalten. Die Größe der aus Baumwolle gestrickten Organe entspricht denen eines jungen Erwachsenen. Die Organe sind nicht wie im menschlichen Körper angeordnet, sondern werden teilweise losgelöst voneinander wie der ausgebreitete Inhalt eines Handarbeitskorbs präsentiert. Der schlauchförmige Dickdarm mit seinen Einbuchtungen und dem Wurmfortsatz ist in goldgelb gestrickt. Direkt über dem Dickdarm befindet sich die rostrot gestaltete sackförmige Leber. Von ihr führen neun dünne rote Schnüre, die an Blutgefäße erinnern, zu einem orangefarbenen Schlauch der sich nach oben hin erweitert, dem Magen. Rechts neben dem Dickdarm ist ein hellgelber, in sich verschlungener, Schlauch platziert, der Dünndarm. Dieser ist über einen fliederfarbenen Strang mit einem hellbeigen eiförmigen Objekt, der Niere, verbunden. Der Strang führt weiter zu einem zweiten eiförmigen Objekt in hellbeige, der Blase. Oberhalb dieser Objekte finden sich vier weitere organische Formen. Von links nach rechts stellen sie einen Lungenflügel, das Herz, einen weiteren Lungenflügel und die Milz dar. Herz und Milz sind in Rot gehalten, die Lungenflügel violett. Dieses Kunstwerk zeigt, dass es in der tibetischen Medizin nicht in erster Linie um die anatomisch korrekte Darstellung der inneren Organe geht. In den Vordergrund treten besondere Merkmale wie das Zusammenspiel zwischen den Organen und physiologische Konzepte. Dies symbolisieren hier zum Beispiel die neun Kanäle zwischen Magen und Leber oder die Verbindung zwischen dem Dünndarm und der Niere. Die Künstlerin Katharina Sabernig schuf die gestrickten Eingeweide im Jahr 2022. Sie arbeitet als Medizinerin, Athropologin und Künstlerin. —— Knitted artwork of guts based on Tibetan medical painting at Atsagat Monastery, Republic of Buryatia, Russia — Knitted objects are arranged on a black background and are recognisable as organs and viscera. Each anatomical structure is in a different colour. The size of the organs knitted from cotton corresponds to those of a young adult. The organs are not arranged as in the human body but are presented partially detached from each other like the spread-out contents of a needlework basket. The tubular large intestine with its indentations and appendix is knitted in golden yellow. Directly above the large intestine is the rust-red sack-shaped liver. Nine thin red cords, reminiscent of blood vessels, lead from it to an orange tube that widens towards the top, the stomach. To the right of the large intestine is a light yellow, twisted tube, the small intestine. This is connected by a lilac-coloured cord to a light beige egg-shaped object, the kidney. The cord continues to a second egg-shaped object in light beige, the bladder. Above these objects are four more organic shapes. From left to right they represent a lung, the heart, another lung and the spleen. The heart and spleen are in red, and the lungs are in purple. This work of art shows that Tibetan medicine is not primarily concerned with the anatomically correct depiction of internal organs. Special features such as the interplay between the organs and physiological concepts come to the fore. This is symbolised here, for example, by the nine channels between the stomach and the liver or the connection between the small intestine and the kidney. The artist, Katharina Sabernig, created the knitted viscera in 2022. She works as a medical doctor, anthropologist and artist. 

Exploring the Inside of the Body
through Time and Space

This is a comparative exhibition about the human body, and in particular about one body part, the ‘guts’. For these purposes, ‘guts’ refers to everything found inside the lower torso, the organs and parts traditionally linked to nutrition and digestion, but also endowed with emotional, ethical, and metaphysical significance, depending on the representation and narrative.

By offering access to culturally, socially, historically, and sensorially different experiential contexts, Comparative Guts allows the visitor a glimpse into the variety and richness of embodied self-definition, human imagination about our (as well as animal) bodies’ physiology and functioning, our embodied exchange with the external world, and the religious significance of the way we are ‘made’ as living creatures. This dive into difference is simultaneously an enlightening illustration of what is common and shared among living beings.

The ‘guts’ are treated here in as neutral and universal a fashion as possible: not necessarily as functional parts of an organism or as a medical item, but as realities experienced in various ways. The most basic distinction is the sensed, volumetric one: solids for the fleshy organs (such as those referred to in English as the liver and the stomach), coils for the intestines and other parts endowed with complexity, folds, and fluidity, and wholes for the guts understood as part of a coherent whole, be it continuous or assembled.