Comparative Guts

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Comparative
Guts

Sugita Gempaku’s Kaitai shinsho "Neues Buch der Anatomie" — Diese hochformatige Schwarz-weiß-Zeichnung ist ein geöffneter Torso mit Kopf abgebildet, darüber und daneben Detailansichten von Organen. Neben jeder Detailansicht verlaufen japanische Schriftzeichen von oben nach unten. Das Original der hochformatigen Zeichnung stammt aus dem 18. Jahrhundert. Der Torso mit Kopf nimmt in der Höhe zwei Drittel der Darstellung ein. Er ist zentral positioniert. Der Kopf mit kurzen lockigen Haaren ist leicht gedreht und nach hinten geneigt. Die Augen sind geöffnet. Der Unterkiefer fehlt, so dass die Zungenunterseite und die obere Zahnreihe sichtbar sind. Aus dem Rachen führen Speise- und Luftröhre in den Brustraum, wo die Rippen angedeutet sind. Die Speiseröhre mündet in ein quer liegendes sackförmiges Organ, den Magen. Nach links tritt aus dem Magen der Dünndarm heraus. Der windet sich in einem Bogen nach oben und anschließend in Schlingen und Schlaufen nach unten. Dieses Knäuel wird eingerahmt vom Dickdarm. Er verläuft unterhalb des Magens nach rechts und dann senkrecht nach unten, wo er nach einer engen Schlaufe in den Mastdarm mündet. Einzeln stehende japanische Schriftzeichen sind an Magen und Darm erkennbar. Die Ränder des geöffneten Brust- und Bauchraumes werden von Gewebestreifen gesäumt, die wie zur Seite geklappt wirken. Das Organ, das links oberhalb des Kopfes vergrößert abgebildet ist, ist ein Magen. Es entspricht in Form und Gestaltung in etwa dem Magen im Torso. Rechts daneben befindet sich ein weiterer Magen, bei dem die Unterseite aufgeklappt ist. Links neben dem Kopf ist der Übergang vom Dünn- in den Dickdarm durch eine kammerartig strukturierte Illustration veranschaulicht. —— Gempaku's Kaitai shinsho “New Book of Anatomy” — This portrait format black and white drawing depicts an open torso with a head, with detailed views of organs above and beside it. Next to each detailed view, Japanese characters run from top to bottom. The original drawing dates from the 18th century. The torso with a head occupies two-thirds of the height of the depiction. It is positioned centrally. The head with short curly hair is slightly turned and tilted backwards. The eyes are open. The lower jaw is missing, so that the underside of the tongue and the upper row of teeth are visible. From the pharynx, the oesophagus and trachea lead into the chest cavity, where the ribs are indicated. The oesophagus opens into a transverse sac-shaped organ, the stomach. The small intestine emerges from the stomach to the left and winds upwards in an arc and then downwards in loops and loops. The small intestine is framed by the large intestine. It runs below the stomach to the right and then vertically downwards where, after a narrow loop, it flows into the rectum. Single-standing Japanese characters are visible on the stomach and intestine. The edges of the opened chest and abdomen are lined with strips of tissue that appear to be folded to the side. An enlarged organ is depicted above the head and on the left, it is the stomach. It roughly corresponds in shape and design to the stomach within the open torso. To the right of it is another enlarged stomach with its underside open. To the left of the head, the transition from small to large intestine is illustrated by a chamber-like structured illustration.
Meine Kultur Leuchtende Farben und Schwarz dominieren das querformatige Ölgemälde. Es zeigt eine Frau in einer Hütte, die einem Mann einen Einlauf verabreicht. Das Paar befindet sich in einem runden Raum unter einem strohgedeckten Dach. Der nackte schwarze Mann stützt sich mit Knien und Ellenbogen auf eine Strohmatte auf dem Boden. Sein sehr kräftiger Körper füllt die untere Bildhälfte nahezu aus. Weiße Farbakzente lassen die Muskeln des Mannes hervortreten. Sein Gesäß ist in die Höhe gereckt. Der Mann hat die Augen geschlossen und lächelt breit. Ihm fehlen die oberen Schneidezähne. Er trägt einen graumelierten Rund-um-den-Mund-Bart. Sein kurzes krauses Haar ist schwarz. Links neben dem Mann steht ein Gaskocher mit Topf auf dem orangefarbenen Fußboden. Rechts neben den Knien des Mannes stehen ein schwarzes zylindrisches Gefäß ohne Deckel, bunte Glas- und Plastikflaschen, Schraubgläser und Henkelbecher. Die Frau kniet hinter dem Mann. Sie hat einen hellbraunen Teint. In ihrer linken Hand hält sie einen hornförmigen Trichter, dessen spitzes Ende vom Gesäß des Mannes verdeckt ist. Mit der rechten neigt sie einen blauen Henkelbecher über die Trichteröffnung. Die Frau hat die Augenbrauen zusammengezogen und lächelt fein. Viele dünne Zöpfe mit roten und gelben Perlen umrahmen ihr breites Gesicht. Sie trägt ein braunes Top mit Leopardenmuster und einen schwarz-bunten Rock. Um ihren Hals liegt ein schwarzes Halsband, an den Handgelenken hat sie breite rot-weiße Perlenarmbänder. Die Darstellung der Frau dominiert die obere Bildhälfte und halbiert sie. Links neben der Frau hängen zwei Leopardenfelle und ein Bord mit gefüllten Schraubgläsern an der Wand. Darunter befindet sich eine hellbraune Anrichte mit Türen und Schubladen. Auf der Arbeitsfläche steht eine blaue Plastikwanne, darin stapeln sich silberglänzende Töpfe und eine Kanne. Neben der Anrichte befindet sich ein schwarzer bauchiger Kessel auf Beinen. Rechts hinter der Frau hängen ein grüner, ein blauer und ein orangefarbener Plastikeimer von der Decke. Darunter stehen ineinandergestapelte Plastikwannen in den gleichen Farben. Auf einem Bord an der Wand befinden sich weitere Schraubgläser. Darunter liegen, auf einem anderen Bord, menschliche Schädel und der eines Vogels. An einer Stelle ist etwas Putz von der Wand gebröckelt. Zwei schwarze bauchige Gefäße sind auf dem Fußboden platziert. In der rechten unteren Ecke des Bildes befindet sich in schwarz der Schriftzug „Themba Siwel ’04“. — — My Culture Bright colours and black dominate this oil painting in landscape format. It shows a woman in a hut administering an enema to a man. The couple is in a round room under a thatched roof. The naked black man is leaning on a straw mat on the floor with his knees and elbows. His very strong body almost fills the lower half of the painting. White colour accents make the man's muscles stand out. His buttocks are stretched upwards. The man has closed his eyes and smiles broadly. He is missing his upper incisors. He wears a greyish round-the-mouth beard. His short frizzy hair is black. To the man’s left is a gas cooker with a pot on the orange floor. To the right of the man's knees are a black cylindrical jar without a lid, coloured glass and plastic bottles, screw-top glasses and handled mugs. The woman kneels behind the man. She has a light brown complexion. In her left hand, she holds a horn-shaped funnel, the pointed end of which is covered by the man's buttocks. With her right, she tilts a blue-handled mug over the opening of the funnel. The woman has her eyebrows drawn together and smiles finely. Many thin braids with red and yellow beads frame her broad face. She wears a brown top with a leopard print and a black and coloured skirt. Around her neck is a black choker, on her wrists she has wide red and white beaded bracelets. The depiction of the woman dominates the upper half of the painting, bisecting it. To the left of the woman, two leopard skins and a shelf with filled screw-top jars hang on the wall. Below them is a light brown sideboard with doors and drawers. On the countertop is a blue plastic tub, with shiny silver pots and a jug stacked inside. Next to the sideboard is a black bulbous kettle on legs. To the right behind the woman, a green, a blue and an orange plastic bucket hang from the ceiling. Below them are plastic tubs stacked one inside the other in the same colours. On a shelf against the wall are more screw-top jars. Below them, on another shelf, lie human skulls and that of a bird. In one place, some plaster has crumbled from the wall. Two black bulbous vessels are placed on the floor. In the lower right corner of the painting, the words "Themba Siwel '04" are written in black.
Xiconhoca, Der Feind Die hochformatige Darstellung ist eine Karikatur. Auf weißem Untergrund steht eine männliche Figur. Über ihr, am oberen Bildrand, befindet sich ein Schriftzug. Graue serifenlose Großbuchstaben bilden dort mittig das Wort „XICONHOCA“. Darunter steht in kleineren, ebenfalls grauen Großbuchstaben „O INIMIGO“. Die männliche Figur steht breitbeinig und hat beide Arme über den Kopf nach oben gereckt. In ihren Fäusten hält sie jeweils vier kleine identische Fähnchen, die in den Schriftzug „XICONHUCA“ ragen. Die Stockseite der Fähnchen bildet ein rotes Dreieck, dem schließen sich nach rechts drei waagerechte Streifen an. Von oben nach unten sind die Streifen grün, schwarz und gelb. Die Figur ist mit kräftigen schwarzen Strichen gezeichnet. Ihre Kleidung ist bunt, Kopf und Gliedmaßen sind nicht koloriert und leuchten weiß wie der Untergrund. Der Mann hat ein rundes Gesicht mit Bartstoppeln und einer viereckigen Nase. Sein Mund ist weit aufgerissen, die Zahnreihen sind sichtbar. Er trägt ein blaues Achselshirt mit der Aufschrift „PIDE“. Die weißen Großbuchstaben befinden sich auf Höhe des Bauchnabels. Auf seiner rechten Brust prangt ein gelber Kreis mit den Buchstaben „G“ und „E“. Schräg über dem Oberkörper liegt eine Schärpe aus den Flaggen mit dem roten Dreieck. Die braune Hose des Mannes endet in Fransen unterhalb des Knies. In beiden Hosentaschen stecken zwei Fähnchen mit dem roten Dreieck. Aus der linken ragen dazu eine Flasche und ein Zweig mit drei Blättern. An den Füßen trägt der Mann braune Sandalen. — — Xiconhoca, The Enemy The portrait format image is a caricature. A male figure stands against a white background. Above him, at the upper edge of the image, is lettering. Grey sans-serif capital letters form the word "XICONHOCA" in the centre. Below it, in smaller but also grey capital letters, is "O INIMIGO". The male figure stands wide-legged with both arms raised above his head. In his fists, he holds four small identical flags, which project into the lettering "XICONHOCA". The stick side of the flags forms a red triangle, which is joined to the right by three horizontal stripes. From top to bottom, the stripes are green, black, and yellow. The figure is drawn with bold black strokes. His clothes are colourful. His head and limbs are not coloured and shine white like the background. The man has a round face with stubble and a square nose. His mouth is wide open, and rows of teeth are visible. He is wearing a blue shirt with the inscription "PIDE". The white capital letters are at the level of his navel. On his right chest is a yellow circle with the letters "G" and "E". Diagonally across his upper body is a sash made of the flags with the red triangle. The man's brown trousers end in fringes below the knee. Two flags with the red triangle are in both trouser pockets. A bottle and a branch with three leaves are sticking out of the left pocket. The man wears brown sandals on his feet.
Der Platz im Universum Das Lightpainting Foto ist im Querformat mit schwarzem Hintergrund. Im Zentrum des Bildes ist der dezent beleuchtete Kopf und Hals einer jungen Frau umgeben von pastellartig leuchtenden Kugeln schemenhaft zu sehen. Die Frisur verschmilzt mit dem Hintergrund. Links und rechts neben dem rötlich-braun beleuchteten Kopf befinden sich ca. 20 unregelmäßig angeordnete gelbe und orange, runde, leuchtende Kugeln in verschiedenen Farbtönen, die mit einem Kabel in der Farbe der Kugeln beleuchtet, verbunden sind. Sie bilden ein breites, abstrahiertes eckiges U. Der Kopf befindet sich in der Grundlinie des U. Über dem Kopf ist ein sich nach oben verjüngendes, dunkelgrünes schulterbreites Dreieck aus grobem Stoff mit schwarz-weissen Lichrefexen faltig, lagenartig drappiert; bis zum oberen Bildrand reichend. — — The Place in the Universe The lightpainting photo is in landscape format with a black background. In the middle of the photo, the discreetly illuminated head and neck of a young woman surrounded by pastel-like glowing spheres can be dimly seen. Her hairstyle merges with the background. Irregularly arranged to the left and right of her reddish-brown illuminated head, are about 20 round and luminous spheres in different shades of yellow and orange. They are connected by a cable that is illuminated in the colour of the spheres. They form a wide, abstracted, and angular U-shape. The head is in the baseline of the U-shape. Above the head is a dark green triangle made of coarse fabric. It is shoulder-width and tapers towards the top. The fabric is wrinkled and reflects black-and-white light. It is draped in layers and reaches the upper edge of the picture.

Exploring the Inside of the Body
through Time and Space

This is a comparative exhibition about the human body, and in particular about one body part, the ‘guts’. For these purposes, ‘guts’ refers to everything found inside the lower torso, the organs and parts traditionally linked to nutrition and digestion, but also endowed with emotional, ethical, and metaphysical significance, depending on the representation and narrative.

By offering access to culturally, socially, historically, and sensorially different experiential contexts, Comparative Guts allows the visitor a glimpse into the variety and richness of embodied self-definition, human imagination about our (as well as animal) bodies’ physiology and functioning, our embodied exchange with the external world, and the religious significance of the way we are ‘made’ as living creatures. This dive into difference is simultaneously an enlightening illustration of what is common and shared among living beings.

The ‘guts’ are treated here in as neutral and universal a fashion as possible: not necessarily as functional parts of an organism or as a medical item, but as realities experienced in various ways. The most basic distinction is the sensed, volumetric one: solids for the fleshy organs (such as those referred to in English as the liver and the stomach), coils for the intestines and other parts endowed with complexity, folds, and fluidity, and wholes for the guts understood as part of a coherent whole, be it continuous or assembled.